Agility

Was ist Agility?

Agility wurde das erste Mal in England 1978 bei der "crufts Dog Show" gezeigt
Man hat sich vom Springreiten inspirieren lassen und entwickelte daraus ein Parcours für Hunde der damals hauptsächlich aus Sprüngen bestand. Die Zuschauer waren begeistert und so wurde Agility zu einem Wettkampfsport. Seit 1991 gibt es ein weltweit einheitliches Reglement und seit 1996 Weltmeisterschaften.

Warum Agility?

Agility ist eine weitere Freizeitbeschäftigung für einen gesunden Hund. Die Hunde müssen sich nicht nur körperlich anstrengen, sondern es werden auch sämtliche Sinne des Hundes gefordert und er lernt sich zu konzentrieren. Die Bindung zwischen Hund und Mensch wird gestärkt. Durch die intensive Zusammenarbeit, die gemeinsame Bewältigung von Problemen, kommt es zu einer innigen Beziehung zwischen beiden Partnern. Der Hund lernt dem Menschen zu vertrauen, denn er lernt zu verstehen was der Partner „Mensch“ ihm durch Körperhaltung, Gesten, Blickkontakt und Stimme sagen will. Agility wird nie langweilig. Durch die vielen Möglichkeiten des Aufbaus der Hindernisse, kommt es selten dazu, dass man einen Parcours zweimal läuft.

Voraussetzungen

Wichtigste Voraussetzung ist das beide Partner, Hund und Mensch, Spaß dabei haben. Grundsätzlich ist jeder Hund für Agility geeignet. Lediglich ganz große und ganz kleine Rassen haben Probleme alle Hindernisse zu bewältigen.

Wie alt muss der Hund sein?

Ratsam ist es mit dem Training nicht vor einem Alter von zwölf Monaten zu beginnen (Sprünge usw.). Zu einem Wettbewerb kann man sowieso erst mit 18 Monaten antreten. Kranke Hunde sollen kein Agility machen – hier sei ausdrücklich auf die HD (Hüftgelenksdysplasie) hingewiesen. Auch an den Hundeführer werden keine besonderen Ansprüche gestellt, außer er hat ganz ehrgeizige Ziele und möchte bei Turnieren (WM –Ausscheidungen usw.) starten. Da der Agility-Parcours ohne Leine gelaufen wird, ist es notwendig, dass der Hundeführer den Hund unter Kontrolle hat. Daher sind Kommandos wie „Sitz“, „Platz“ und „Fuß“ Grundvoraussetzung für ein geregeltes Training. Das Erlernen von Agility erfolgt über Motivation, das heißt unter Zuhilfenahme von Leckerli oder Spielzeug erlernt der Hund die einzelnen Hindernisse – NIE UNTER DRUCK!

Agility Parcour

Ein Agility-Parcours besteht aus verschiedenen Hindernissen, die ohne Fehler schnell bewältigt werden müssen. Hauptsächlich sind das Sprünge, der Reifen, aber auch die so genannten Kontaktzonenhindernisse. Letztere sind der Steg, die Wippe und die Steilwand. Bei diesen Hindernissen ist es wichtig, dass der Hund wenigstens eine Pfote in die Kontaktzone (anders gefärbte Fläche beim Auf – und Abstieg) setzt. Weiters gibt es dann noch den Tunnel, den Sacktunnel, den Slalom und den Tisch. Es kommt also nicht nur auf die Geschwindigkeit an, in der der Parcours bewältigt wird, sondern auch auf Konzentration und Genauigkeit. Es gewinnt daher bei Wettbewerben nicht immer der schnellste Hund, sondern der Hund, der bei entsprechender Geschwindigkeit ohne Fehler arbeitet. Bei der Wertung zählen nämlich in erster Linie die Fehler und dann die Zeit. Zum Abschluss wünsche ich allen Agility-Sportlern viel Spaß und Freude beim Training, und vergesst nie, dass immer der Hund im Vordergrund stehen soll, und nicht der persönliche Ehrgeiz.


Dieter Hensel